Rettet die Paul-Heyse-Villa

Paul-Heyse-Villa
Lückenlos – nein, eine kleine Lücke leistet nach wie vor den hungrigen Investoren heftigen Widerstand.

Eigentlich ist es gar keine richtige Lücke, denn um einiges zurückversetzt und durch hohe Bäume verdeckt, steht dort, “im Schatten” der etwa zeitgleich fertiggestellten Glyptothek, seit 1830 das spätere Wohnhaus des Dichters Paul Heyse, ein unbestrittenes geistiges Zentrum Münchens zu dessen Lebzeiten (1830-1914). Nach starker Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wurde die Villa in einfühlsamem, an den Gebäuden des Königsplatzes orientiertem Klassizismus wiederhergestellt und blieb in Privatbesitz.

Erst durch einen Besitzerwechsel in jüngster Zeit wurde es zum Objekt der Begierde eines deutschen Unternehmers und Bauinvestors der, möglicherweise schlecht beraten, hier, inmitten des viel propagierten Kunst-Areals Maxvostadt, gerne eine Wohnimmobile der Exrtraklasse errichten möchte. Nach erfolgreicher Beseitigung dieser einzigartigen Stätte der Erinnerung fehlte dann nur noch ein zynischer Verkaufs-Slogan im Stile “Heyse-Gärten, wohnen wie die Dichter!”

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