Am 10.06.2013 fand im Münchner Literaturhaus die Veranstaltung Kohäsion | Mischung | Segregation. Stadtentwicklung in Deutschland statt

Die Zukunftsfähigkeit der Stadtentwicklung in Deutschland wurde neben finanziellen Mitteln besonders an der sozialen Mischung der Städte festgemacht. Zu Beginn, wurde anhand internationaler Beispiele das auseinanderdriften der Stadtgesellschaften illustriert. Dabei wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass eine Sozialstaats-Tradition nicht die Zweiteilung der Gesellschaft verhindert. Auf die sozialräumliche Polarisierung, die Zusammensetzung verschiedener Stadtteile und die sich teils daraus ergebende städtebauliche Formensprache, wurden anhand des Systems der Höfe verdeutlicht. Der markante Unterschied zu abgeschlossenen Wohnsiedlungen besteht maßgeblich im freien Zugang, wobei ein Gefühl des nach Außen abgeschirmt seins bewusst erzeugt werden soll. Die anschließende Podiumsdiskussion verhaarte weitgehend auf der Ebene der Wissenschaft und konnte, trotz des Versuchs, kaum praktischen Bezug aufbauen.