Harlaching kämpft um die Lebensqualität und Vielfalt Münchens

Weltstadt mit Herz! Und bitte kein Hochpreis-Slum!

In den letzten Jahren haben wir in den Gartenstädten und anderen attraktiven Lagen eine weiter deutlich zunehmende Bautätigkeit zu verzeichnen. Das seitens der Stadt recht laxe Genehmigungsverhalten erlaubt Bauträgern enorme Gewinne. Im Moment zählen wir z.B. im Bezirksteil Harlaching weit über 30 Bauvorhaben. Hier handelt es sich in 90% der Fälle um Appartmentblöcke mit Luxuswohnungen, meist im einfallslosen Möchtegern-Bauhausstil. Überhaupt scheinen ästhetische Gesichtspunkte keine Rolle mehr zu spielen. Mit der Zerstörung des Ortsbildes geht ein Verlust an Lebensqualität einher den wir nicht weiter hinnehmen wollen.

Nachverdichtung fast ausschließlich mit Luxuswohnungen

Fazit ist, dass wir Bürger die Stadt zwingen müssen dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Von sich aus hat sie offensichtlich keinerlei Interesse daran. Es fällt dann oft das Stichwort Nachverdichtung. Nur dass ja gar kein bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird! Fast ausschließlich Luxuswohnungen des obersten Preissegments werden gebaut. Für Familien mit Kindern völlig uninteressant. Daher fordern wir auch die Stärkung des Genossenschaftswohnbaus. Die Stadt muss dafür ihre Flächen günstig an Genossenschaften abgeben. Nur so ist zur Zeit noch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums machbar.

Neben der Verdichtung ist die einhergehende Entgrünung das größte Problem. Im schlechtesten Fall wird bei einem Neubauvorhaben der gesamte Baumbestand entfernt. Gleichzeitig erlaubt aber die Bayerische Bauordnung eine Bebauung bis auf 3,5m an die Grundstücksgrenze heran. Da man aber weder auf die Grundstücksgrenze noch direkt an den Baukörper heran Bäume pflanzen darf oder kann, verschwinden selbige natürlich aus dem Ortsbild.

Der Erhalt historisch gewachsenen Vierteln und seinen öffentlichen und privaten Grünflächen steht an erster Stelle und ist stark bedroht.